26. März 2024 - 18:25 Uhr schließlich fertiggestellt, dann hochgeladen, Version 1. Ich musste in Version 1 noch einen Absatz löschen, ich weiß nicht, von wo der kam, aber ich habe Version 1 noch einmal hochgeladen. Der Absatz war bei dem Gleichnis vom Sämann. Das geschah zwei Mal, dass es da einen Absatz gab, den ich nicht eingefügt hatte, auch nicht versehentlich. Diesen Absatz füge ich hier in dem Text unten ein. Ich weiß nicht, vielleicht hätte ich den Absatz bestehen lassen sollen, denn er war keinesfalls von mir und auch kein technischer Fehler. Ich war vollkommen klar und arbeitete nach bestem Wissen und Gewissen. Wer den Text liest, wartet in etwa 6 Stunden ab und dann seht die Veränderung in euch und in Eurem Leben. Ich jedenfalls habe so etwas noch nicht erlebt (Gutes), geistlich.
Falls sich Änderungen ergeben, lade ich eine neue Version hoch, die wird dann Version 2 heißen usw. Der Ausdruck sollte erfolgen wie die Briefe, als Brochure, siehe die Ausführungen dazu in der Rubrik Briefe. Ab 29. März, also ab Seite 5-8, siehe unten - sind die Ausdrucke ganz einfach in A4. 


Version 1

Markus Seite 1-4 als Buchform, Brochure zum Ausdrucken
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Markus, Seite 1-4 als Buchform, Brochure zum Ausdrucken
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28. März 2024

Markus, Seite 1-4, mit Empfehlung Schlachter, ohne Adresse, es kann aber eine Persönliche angegeben werden. 

Version 2: die Adresse unter dem Text wurde vergrößert und auch die Kontaktzeile. 

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29. März 2024

Markus, Seite 5-8. Ab Seite 6 habe ich kaum mehr korrigiert / geändert, sondern die alte Sprache bestehen lassen. Hier und da ein paar Formulierungen umgestellt oder Worte geändert, da wo es nötig schien. Manchmal habe ich in einem Satz das Altdeutsche stehen lassen und im anderen Satz die moderne Sprache eingefügt. 


Version 2, Standard Format, nicht Buchformat, einfacher Ausdruck, 4 Blätter.

Markus, Seite 5-8
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Markus Seite 5-8 Doc
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31. März 2024

Markus, Seite 9-14, in Bearbeitung.

 

Absichtlich eingefügter Fehler in der Luther 1912. 

Da ist ein grober und absichtlicher Fehler in der Luther 1912, zu laden ist sie ja hier, in der Einleitung zu der Bearbeitung des Markus Evangeliums. Da steht, direkt nach der Endzeitrede des Herrn Jesus: Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der süßen Brote. (Markus 14,1). Es muss aber heißen: Es war nach zwei Tagen das Passahfest und das Fest der ungesäuerten Brote.

 

Ostern: Falsches Evangelium

Dieser grobe Fehler wurde voll und absichtlich eingefügt, um die Leser in die Richtung der Katholischen Kirche zu führen, die ja das Evangelium mit Heidnischer Lehre: Ostern verbindet und so ein falsches Evangelium verkündigt und deswegen verflucht ist. Seit gestern Nacht wird ein Riesen-Zinnober mit den Kirchenglocken veranstaltet, das bedeutet, man versucht Jesus den Menschen zu stehlen und ihnen dadurch zu suggerieren, sie würden den wahren Jesus in der Katholischen Kirche finden, was natürlich Lüge ist. Es ist eine Lüge des Teufels, die viele Katholiken nicht erkennen können, weil sie falsche Bibeln haben (es sind keine Bibeln, sondern Fälschungen) und deswegen, wegen dieser Fälschungen unbekehrt geblieben sind.


Seite 9,10,11: Vorläufig, ohne Gewähr, muss noch weiter geprüft werden. Viele Formulierungen und alt-deutsche Satzstellungen habe ich so stehen gelassen, denn der Leser merkt es nach einer Zeit nicht mehr, dass es altdeutsch ist.

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27. Mai 2024

Markus Seite 12 13 14 Pdf
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Heilige Schrift

Gottes Wort

Markus Evangelium

 

Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, wie geschrieben steht in den Propheten: "Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg bereiten soll." "Es ist die Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade eben!" Johannes war in der Wüste, taufte und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Land und alle Leute von Jerusalem und ließen sich von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Sünden. Johannes war bekleidet mit Kamelhaaren und mit einem ledernen Gürtel um seine Lenden und er aß Heuschrecken und wilden Honig. Und er predigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der stärker ist als ich. Ich bin nicht würdig, ihm gebückt die Riemen seiner Sandalen zu lösen. Ich taufe euch mit Wasser, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. Und es begab sich zu der Zeit, daß Jesus aus Galiläa von Nazareth kam und sich von Johannes im Jordan taufen ließ. Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, daß der Himmel sich auftat, und den Geist gleich wie eine Taube auf ihn herabkommen. Und es geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und sogleich trieb ihn der Geist in die Wüste. Und er war dort in der Wüste 40 Tage und wurde von dem Satan versucht und er war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm. Und nachdem Johannes gefangengenommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium! Und als er am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, wie sie ihre Netze in den See warfen, denn sie waren Fischer. Jesus sprach zu ihnen: Folgt mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen! Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach. Und als er von da ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, wie sie die Netze im Boot flickten, und sogleich rief er sie. Und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Boot mit den Tagelöhnern und folgten ihm nach. Und sie gingen hinein nach Kapernaum und am Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. Und sie entsetzten sich über seine Lehre, denn er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie die Schriftgelehrten. Und es war in ihrer Synagoge ein Mensch, besessen von einem unsauberen Geist, der schrie und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist gekommen, uns zu verderben. Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der unsaubere Geist riß ihn hin und her und schrie laut und fuhr aus von ihm. Und sie entsetzten sich alle, sodaß sie sich untereinander befragten und sprachen: Was ist das? Was ist das für eine neue Lehre? Er gebietet mit Vollmacht den unsauberen Geistern, und sie gehorchen ihm. Und sein Gerücht erscholl umher in das ganze galiläische Land. Und sie gingen aus der Synagoge und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes. Und die Schwiegermutter Simons lag darnieder und hatte das Fieber, und sie sagten ihm von ihr. Und er trat zu ihr, richtete sie auf und hielt sie bei der Hand, und das Fieber verließ sie sogleich, und sie diente ihnen. Am Abend aber, als die Sonne untergegangen war, brachten sie allerlei Kranke und Besessene zu ihm. Und die ganze Stadt versammelte sich vor der Tür. Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Seuchen beladen waren, und trieb viele Teufel aus und ließ die Teufel nicht reden, denn sie kannten ihn. Und des Morgens, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und Jesus ging in eine wüste Stätte und betete dort. Und Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach. Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann sucht dich. Und er sprach zu ihnen: Laßt uns in die nächsten Orte gehen, daß ich auch dort predige, denn dazu bin ich gekommen. Und er predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Teufel aus. Und es kam ein Aussätziger zu ihm, der bat ihn, kniete vor ihm nieder und sprach: Willst du, so kannst du mich reinigen. Und es jammerte Jesus und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will`s tun, sei gereinigt! Und als er so sprach, wich der Aussatz von ihm, und er wurde rein. Und Jesus bedrohte ihn und trieb ihn von sich und sprach zu ihm: Siehe zu, daß du niemandem davon sagst, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis. Er aber, als er hinauskam, fing an und redete viel davon und machte die Geschichte bekannt, sodaß Jesus hinfort nicht mehr öffentlich in eine Stadt gehen konnte, sondern er war draußen an einsamen Orten, und sie kamen zu ihm von allen Enden. Und nach etlichen Tagen ging er wieder nach Kapernaum, und es wurde bekannt, daß er im Haus war. Und es versammelten sich viele, sodaß kein Platz mehr war, auch draußen vor der Tür, und er sagte ihnen das Wort. Und es kamen einige, die brachten zu ihm einen Gelähmten, von vieren getragen. Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, gruben es auf und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag. Als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. Es waren jedoch etliche Schriftgelehrte, die saßen da und dachten in ihrem Herzen: Wie redet dieser solche Gotteslästerung? Wer kann Sünden vergeben als Gott allein? Und Jesus erkannte in seinem Geist, daß sie so bei sich selbst dachten, und sprach zu Ihnen: Was denkt ihr solches in eurem Herzen? Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin? Damit ihr aber wißt, daß der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden, sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim! Und sogleich stand er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor allen, sodaß sie sich alle entsetzten und Gott priesen und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen. Und er ging wiederum hinaus an den See, und alles Volk kam zu ihm, und er lehrte sie. Und als Jesus vorüberging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach. Und es begab sich, daß er zu Tisch saß in seinem Hause, da setzten sich viele Zöllner und Sünder zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern, denn es waren viele, die ihm nachfolgten. Und die Schriftgelehrten und Pharisäer, als sie sahen, daß er mit den Zöllnern und Sündern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: Warum ißt und trinkt er mit den Zöllnern und Sündern? Da Jesus das hörte, sprach er zu ihnen: Die Starken bedürfen keines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten. Und die Jünger des Johannes und der Pharisäer fasteten viel, und es kamen etliche, die sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes und der Pharisäer, und deine Jünger fasten nicht? Und Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. Es wird aber die Zeit kommen, daß der Bräutigam von ihnen genommen sein wird, dann werden sie fasten. Niemand flickt einen Lappen von neuem Tuch auf ein altes Kleid, denn der neue Lappen reißt doch vom alten ab, und der Riß wird schlimmer. Und niemand faßt Most in alte Schläuche, sonst zerreißt der Most die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche zerreißen. Sondern man soll Most in neue Schläuche fassen. Und es begab sich, daß er am Sabbat durch die Saat ging, und während sie gingen, fingen seine Jünger an, Ähren auszuraufen. Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh, was tun deine Jünger am Sabbat, das nicht erlaubt ist? Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er Mangel hatte und es ihn hungerte samt denen, die bei ihm waren? Wie er in das Haus Gottes ging zur Zeit Abjathars, des Hohenpriesters, und aß die Schaubrote, die niemand essen durfte, außer die Priester, und er gab sie auch denen, die bei ihm waren? Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht, und nicht der Mensch um des Sabbat willen. So ist der Menschensohn auch Herr über den Sabbat. Und er ging abermals in die Synagoge. Und es war da ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Sie aber lauerten darauf, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn verklagen könnten. Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: Tritt hervor! Und er sprach zu ihnen: Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Leben erhalten oder töten? Und sie schwiegen still. Und er sah sie ringsumher an mit Zorn, betrübt über ihr verstocktes Herz und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und die Hand wurde gesund wie die andere. Und die Pharisäer gingen hinaus und hielten Rat mit den Anhängern des Herodes, wie sie ihn umbringen könnten. Aber Jesus entwich mit seinen Jüngern an den See, und eine große Menge aus Galiläa  folgte ihm nach, auch aus Judäa und von Jerusalem, aus Idumäa und von jenseits des Jordans und aus der Umgebung von Tyrus und Sidon kam eine große Menge zu ihm, da sie von seinen Taten hörten. Und er sprach zu seinen Jüngern, daß sie ihm ein Boot bereit hielten um des Volkes willen, damit sie ihn nicht drängten. Denn er heilte viele von ihnen, sodaß sie über ihn herfielen, die geplagt waren, damit sie ihn anrührten. Und wenn ihn die unsauberen Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder, schrien und sprachen: Du bist Gottes Sohn! Und er bedrohte sie sehr, daß sie ihn nicht bekannt machen sollten. Und er ging auf einen Berg und rief zu sich, welche er wollte, und sie kamen zu ihm. Und er setzte zwölf ein, die er auch Apostel nannte, daß sie bei ihm sein sollten und daß er sie aussandte zu predigen, und daß sie Vollmacht hätten, die Seuchen zu heilen und die Teufel auszutreiben. Und er gab Simon den Namen Petrus; und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Boanerges, das heißt Donnersöhne; und Andreas und Philippus und Bartholomäus und Matthäus und Thomas und Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Thaddäus und Simon von Kana und Judas Ischariot, der ihn dann verriet: und sie gingen in ein Haus. Und die Menge versammelte sich erneut, sodaß sie nicht einmal Brot essen konnten. Und als es die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn ergreifen; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen. Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebul, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus. Und er rief sie zusammen und sprach zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Wenn ein Reich mit sich selbst uneins wird, kann es nicht bestehen. Und wenn ein Haus mit sich selbst uneins wird, kann es nicht bestehen. Setzt sich nun der Satan wider sich selbst und ist mit sich selbst uneins, so kann er nicht bestehen, sondern es ist aus mit ihm. Es kann niemand einem Starken in sein Haus einfallen und seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken fessele und dann sein Haus beraube. Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Menschenkindern vergeben, auch die Gotteslästerungen, womit sie Gott lästern, wer aber den Heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung ewiglich, sondern ist des ewigen Gerichts schuldig. Denn sie sagten: Er hat einen unsauberen Geist. Und es kamen seine Mutter und seine Brüder, standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn herum. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder draußen fragen nach dir. Und er antwortete und sprach: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er sah rings um sich auf die Jünger, die im Kreis saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter. Und wieder fing er an, am See zu lehren. Und es versammelte sich eine große Volksmenge bei ihm, daß er in ein Boot stieg und sich dann setzte auf dem See; und alles Volk war am Ufer des Sees. Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen und in seiner Predigt sprach er zu ihnen: 
Hört zu! Es ging der Sämann aus, zu säen. Und es begab sich, indem er säte, fiel etliches an den Weg, da kamen die Vögel des Himmels und fraßen es auf. Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte. Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. Und anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten es, und es brachte keine Frucht. Und anderes fiel auf das gute Land und wuchs und brachte Frucht, und einiges trug dreißigfach und etliches sechzigfach und etliches hundertfach. Und er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat, zu hören, der höre! Und als er allein war, fragten ihn die, die mit den Zwölfen um ihn waren, nach dem Sinn der Gleichnisse. Und er sprach zu ihnen: Euch ist es gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu erkennen, denen draußen aber wird alles in Gleichnissen zuteil, auf daß sie es mit sehenden Augen sehen, und doch nicht erkennen, und mit hörenden Ohren hören, und doch nicht verstehen, auf daß sie sich nicht bekehren und ihnen ihre Sünden vergeben werden. Und er sprach zu ihnen: Versteht ihr dieses Gleichnis nicht, wie wollt ihr denn die anderen alle verstehen? Der Sämann sät das Wort. Diese sind es, die an dem Weg sind: Wo das Wort gesät wird und sie es gehört haben, da kommt sobald der Satan und nimmt das Wort weg, das in ihr Herz gesät war. Und diese sind es, die auf felsigen Boden gesät sind: Wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf, und sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch, wenn sich Trübsal oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so kommen sie sogleich zu Fall. Und diese sind es, bei welchen unter die Dornen gesät ist: die das Wort hören, und die Sorgen dieser Welt und der betrügerische Reichtum und viele andere Lüste dringen ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht. Und diese sind es, bei welchen auf gutes Land gesät ist: die das Wort hören und nehmen es an und bringen Frucht, etliche dreißigfältig und etliche sechzigfältig und etliche hundertfältig. Und er sprach zu ihnen: Zündet man auch ein Licht an, daß man es unter einen Scheffel oder unter einen Tisch setze? Mitnichten, sondern daß man es auf einen Leuchter setze. Denn es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und es ist nichts Heimliches, das nicht hervorkomme. Wer Ohren hat, zu hören, der höre! Und er sprach zu ihnen: Seht zu, was ihr hört! Mit welcherlei Maß ihr meßt, wird man euch wieder messen, und man wird euch noch dazugeben, die ihr dies hört. Denn wer hat, dem wird gegeben werden, und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er hat. Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und steht auf Nacht und Tag, und der Same geht auf und wächst, er weiß nicht wie. Denn die Erde bringt von selbst Frucht hervor, zuerst das Gras, danach die Ähren, danach den vollen Weizen in den Ähren. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er bald die Sichel hin, denn die Ernte ist da. Und er sprach: Womit wollen wir das Reich Gottes vergleichen, und durch welches Gleichnis sollen wir es darstellen? Gleichwie ein Senfkorn, wenn es auf das Land gesät wird, kleiner ist als alle Arten von Samen auf Erden; und wenn es gesät ist, so geht es auf und wird größer als alle Kräuter und treibt große Zweige, sodaß die Vögel des Himmels unter seinem Schatten nisten können. Und in vielen solchen Gleichnissen sagte er ihnen das Wort, so wie sie es zu hören vermochten. Und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen, aber wenn sie allein waren, legte er seinen Jüngern alles aus. Und an demselben Tag des Abends, sprach er zu ihnen: Laßt uns hinüberfahren. Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn mit, wie er im Boot war, und es waren noch andere Boote bei ihm. Und es erhob sich ein heftiger Sturmwind und die Wellen schlugen in das Boot, sodaß das Boot schon voll wurde. Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nicht danach, daß wir umkommen? Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem See: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und es ward eine große Stille. Und er sprach zu ihnen: Wie seid ihr so furchtsam? Wie, daß ihr keinen Glauben habt? Und sie fürchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist denn dieser, daß auch der Wind und der See ihm gehorsam sind. Und sie kamen jenseits des Sees in die Gegend der Gadarener. Und als er aus dem Boot trat, lief ihm sogleich aus den Gräbern ein besessener Mensch entgegen mit einem unsauberen Geist, der seine Wohnung in den Gräbern hatte, und niemand konnte ihn binden, auch nicht mit Ketten. Denn er war oft mit Fesseln und Ketten gebunden gewesen, und hatte die Ketten abgerissen und die Fesseln zerrieben, und niemand konnte ihn zähmen. Und er war allezeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Gräbern, schrie und schlug sich mit Steinen. Da er aber Jesus sah von ferne, lief er auf ihn zu und fiel vor ihm nieder, schrie laut und sprach: Was habe ich mit dir zu tun, o Jesus, du Sohn Gottes, des Allerhöchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, daß du mich nicht quälst! Denn er sprach zu ihm: Fahre aus, du unsauberer Geist, von dem Menschen! Und er fragte ihn: Wie heißt du? Und er antwortete und sprach: Legion heiße ich, denn wir sind viele. Und er bat ihn sehr, daß er sie nicht aus der Gegend vertreibe. Und es war dort an den Bergen eine große Herde Säue auf der Weide. Und die Teufel baten ihn und sprachen: Laß uns in die Säue fahren! Und sogleich erlaubte Jesus es ihnen. Da fuhren sie aus und fuhren in die Säue, und die Herde stürzte den Abhang hinunter in den See, etwa zweitausend, und sie ersoffen im See. Und die Sauhirten flohen und verkündigten das in der Stadt und auf dem Land. Und sie gingen hinaus, zu sehen, was da geschehen war, und kamen zu Jesus und sahen den, der von den Teufeln besessen gewesen war, wie er da saß, bekleidet und vernünftig, und sie fürchteten sich. Und die es gesehen hatten, sagten ihnen, was dem Besessenen widerfahren war, und von den Säuen. Und sie fingen an und baten ihn, daß er aus ihrer Gegend zöge. Und da er in das Schiff trat, bat ihn der Besessene, daß er bei ihm bleiben dürfe. Aber Jesus ließ es nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe hin in dein Haus und zu den Deinen und verkündige ihnen, welch große Wohltat dir der Herr getan und sich deiner erbarmt hat. Und er ging hin und fing an, auszurufen in den zehn Städten, welch große Wohltat Jesus ihm getan hatte, und jedermann verwunderte sich. Und als Jesus wieder herüberfuhr im Schiff, versammelte sich eine große Menge um ihn und er war am See. Da kam einer der Obersten von der Synagoge, mit Namen Jairus, und als er ihn sah, fiel er ihm zu Füßen und bat ihn sehr und sprach: Meine Tochter ist in den letzten Zügen: Du wollest kommen und deine Hand auf sie legen, daß sie gesund werde und lebe. Und er ging hin mit ihm, und es folgte ihm eine große Menge, und sie umdrängten ihn. Und da war eine Frau, die hatte den Blutfluß seit zwölf Jahren und sie hatte viel erlitten von vielen Ärzten und hatte all ihr Gut dafür aufgewandt, und es half ihr nichts, sondern es war nur noch schlimmer geworden mit ihr. Da sie von Jesus hörte, kam sie in der Menge von hinten heran und rührte sein Gewand an. Denn sie sprach: Wenn ich nur sein Gewand anrühre, so werde ich gesund. Und sogleich versiegte die Quelle ihres Blutes, und sie spürte es am Leib, daß sie von ihrer Plage geheilt war. Und sogleich erkannte Jesus in sich selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, wandte sich um in der Menge und sprach: Wer hat meine Gewand angerührt? Und die Jünger sprachen zu ihm: Du siehst, daß dich das Volk drängt, und sprichst: Wer hat mich angerührt? Und er sah sich um nach der, die das getan hatte. Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, denn sie wußte, was an ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte die ganze Wahrheit. Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, Dein Glaube hat dich gerettet, gehe hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage! Als er noch redete, kamen etliche von den Leuten des Obersten der Synagoge und sprachen: Deine Tochter ist gestorben, was bemühst du weiter den Meister? Doch Jesus, der hörte, was geredet wurde, sprach zu dem Obersten der Synagoge: Fürchte dich nicht, glaube nur! Und er ließ niemanden mit sich gehen, außer Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Und er kam in das Haus des Obersten der Synagoge und er sah das Getümmel und wie sehr sie weinten und heulten. Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Und er trieb sie alle hinaus und nahm mit sich den Vater des Kindes und die Mutter die bei ihm waren, und ging hinein, wo das Kind lag, und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihr: Talitha kumi! das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir stehe auf! Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher, es war nämlich zwölf Jahre alt. Und sie entsetzten sich über die Maßen. Und er gebot ihnen streng, daß es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben. Und er ging von dort weg und kam in seine Vaterstadt, und seine Jünger folgten ihm nach. Und als der Sabbat kam, fing er an zu lehren in ihrer Synagoge. Und viele, die es hörten, verwunderten sich und sprachen: Woher hat er dies? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist, und solche Wundertaten, die durch seine Hände geschehen? Ist das nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern hier bei uns? Und sie ärgerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seiner Vaterstadt und daheim bei den Seinen.

 

Luther 1912, Markus Evangelium, Seite 1-4, Revision 2024, bibeltexte.webador.de


Und er konnte dort nicht eine einzige Tat tun, außer daß er wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte. Und er verwunderte sich wegen ihres Unglaubens. Und er zog rings umher in die Dörfer und lehrte. Und er rief die Zwölf zu sich und begann sie je zwei und zwei auszusenden und gab ihnen Macht über die unsauberen Geister, und gebot ihnen, daß sie nichts bei sich trügen auf dem Weg denn allein einen Stab, keine Tasche, kein Brot, kein Geld im Gürtel, wohl aber Schuhe an den Füßen und daß sie nicht zwei Hemden anzögen. Und er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus gehen werdet, da bleibt, bis ihr von dort weiterzieht. Und welche euch nicht aufnehmen noch hören, da geht von dort heraus und schüttelt den Staub ab von euren Füßen zum Zeugnis über sie. Ich sage euch wahrlich: Es wird Sodom und Gomorrha am Jüngsten Gericht erträglicher gehen denn solcher Stadt. Und sie gingen aus und predigten, man sollte Buße tun, und trieben viele Teufel aus und salbten viele Kranke mit Öl und machten sie gesund. Und es kam vor den König Herodes, denn sein Name war nun bekannt, und er sprach: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten. Andere sprachen: Er ist Elia, wieder andere: Er ist ein Prophet oder einer von den Propheten. Als das Herodes hörte, sprach er: Es ist Johannes, den ich enthauptet habe, der ist von den Toten auferstanden. Denn er, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes gegriffen und ins Gefängnis gelegt um der Herodias willen, der Frau seines Bruders Philippus, denn er hatte sie geheiratet. Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben. Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn töten, und konnte es nicht. Denn Herodes fürchtete Johannes, weil er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war, und hielt ihn in Gewahrsam und gehorchte ihm in vielen Sachen und hörte ihn gern. Und es kam ein gelegener Tag, daß Herodes auf seinen Jahrestag ein Abendmahl gab den Obersten und Hauptleuten und Vornehmsten in Galiläa. Da trat die Tochter der Herodias hinein und tanzte, und es gefiel dem Herodes wohl und denen die am Tisch saßen. Da sprach der König zu dem Mädchen: Bitte mich, um was du willst, ich will es dir geben. Und er schwor ihr einen Eid: Um was du mich auch bitten wirst, ich werde es dir geben, bis zur Hälfte meines Königreiches. Und sie ging hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Um was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes des Täufers. Und sie ging sogleich mit Eile zum König hinein, bat und sprach: Ich will, daß du mir jetzt zur Stunde auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers gibst. Und der König wurde sehr betrübt, doch um des Eides willen und derer, die am Tisch saßen, wollte er sie nicht abweisen. Und sogleich schickte der König den Henker hin und befahl sein Haupt herbeizubringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis und trug sein Haupt herbei auf einer Schüssel und gab es dem Mädchen, und das Mädchen gab es seiner Mutter. Und als das seine Jünger hörten, kamen sie und nahmen seinen Leib und legten ihn in ein Grab. Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und berichteten ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten. Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig. Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie hatten nicht Zeit genug, zu essen. Und sie fuhren in einem Boot an eine einsame Stätte für sich allein. Und das Volk sah sie wegfahren, und viele kannten ihn und liefen dahin miteinander zu Fuß aus allen Städten und kamen ihnen zuvor und kamen zu ihm. Und Jesus ging heraus und sah das große Volk, und es jammerte ihn derselben, denn sie waren wie die Schafe, die keinen Hirten haben, und er fing eine lange Predigt an. Da nun der Tag fast vergangen war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist öde und der Tag ist fast vergangen, laß sie von dir, damit sie in die Dörfer und Märkte ringsum gehen und sich Brot kaufen, denn sie haben nichts zu essen. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und für zweihundert Groschen Brot kaufen und ihnen zu essen geben? Er aber sprach zu ihnen: Wieviel Brot habt ihr? Geht hin und seht! Und da sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf, und zwei Fische. Und er gebot ihnen, daß sie sich alle lagerten, tischweise, auf das grüne Gras. Und sie setzten sich in Gruppen, zu je hundert und fünfzig. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf und dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, daß sie ihnen vorlegten, und auch die zwei Fische teilte er für alle. Und sie aßen alle und wurden satt. Und sie hoben auf an Brocken, zwölf Körbe voll, und von den Fischen. Und die, welche die Brote gegessen hatten, waren etwa fünftausend Männer. Gleich darauf drängte er seine Jünger in das Boot zu steigen und vor ihm hinüberführen nach Bethsaida, bis daß er das Volk gehenließe. Und als er sich von ihnen getrennt hatte, ging er hin auf einen Berg, um zu beten. Und als es Abend geworden war, befand sich das Schiff mitten auf dem See und er war auf dem Land allein. Und er sah, daß sie beim Rudern Not litten, denn der Wind stand ihnen entgegen. Und um die vierte Wache der Nacht kam er zu ihnen und wandelte auf dem See, und er wollte an ihnen vorübergehen. Und da sie ihn auf dem See wandeln sahen, meinten sie, es wäre ein Gespenst, und schrieen, denn sie sahen ihn alle und erschraken. Doch sogleich redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost, ich bin's, fürchtet euch nicht! Und er stieg zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich. Und sie entsetzten und verwunderten sich über die Maßen, denn sie waren nicht verständig geworden durch die Brote denn ihr Herz war verhärtet. Und als sie hinübergefahren waren, kamen sie in das Land Genezareth und legten dort an. Und als sie aus dem Schiff traten erkannten sie ihn sogleich und liefen in alle die umliegenden Länder und fingen an, die Kranken umherzuführen auf Betten, wo sie hörten, daß er war. Und wo er in die Märkte oder Städte oder Dörfer einkehrte, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, daß sie nur den Saum seines Kleides anrühren möchten, und alle, die ihn anrührten, wurden gesund. Und es kamen zu ihm die Pharisäer und etliche von den Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren. Und da sie sahen etliche seiner Jünger mit gemeinen, das ist ungewaschenen Händen das Brot essen, tadelten sie es. Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, sie waschen denn die Hände manchmal, und halten also die Überlieferungen der Ältesten, und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, sie waschen sich denn. Und des Dinges ist viel, das sie zu halten angenommen haben, von Trinkgefäßen und Krügen und ehernen Gefäßen und Tischen zu waschen. Da fragten ihn nun die Pharisäer und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach den Überlieferungen der Ältesten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen Händen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wohl fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht: "Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir. Vergeblich aber ist's, daß sie mir dienen, dieweil sie solche Lehre lehren, die nichts ist, denn Menschengebot. Ihr verlasset Gottes Gebot, und haltet der Menschen Überlieferungen von Krügen und Trinkgefäßen zu waschen, und desgleichen tut ihr viel. Und er sprach zu ihnen: Wohl fein habt ihr Gottes Gebote aufgehoben, auf daß ihr eure Überlieferungen haltet. Denn Mose hat gesagt: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren," und "Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben." Ihr aber lehrt: Wenn einer zu Vater oder Mutter spricht "Korban," das ist, "es ist Gott gegeben," was dir von mir zu Nutz kommen sollte, der tut wohl. Und so laßt ihr ihn hinfort nichts seinem Vater oder seiner Mutter tun und hebt Gottes Wort durch eure Überlieferungen auf, die ihr überliefert habt, und desgleichen tut ihr viel. Und er rief zu sich das ganze Volk und sprach zu ihnen: Höret mir alle zu und fasset es! Es ist nichts außerhalb des Menschen, das ihn könnte gemein machen, so es in ihn geht, sondern was von ihm ausgeht, das ist's, was den Menschen gemein macht. Hat jemand Ohren, zu hören, der höre! Und da er von dem Volk ins Haus kam, fragten ihn seine Jünger um dies Gleichnis. Und er sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch so unverständig? Vernehmet ihr noch nicht, daß alles, was außen ist und in den Menschen geht, das kann ihn nicht gemein machen? Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch, und geht aus durch den natürlichen Gang, der alle Speise ausfegt. Und er sprach: Was aus dem Menschen geht, das macht den Menschen gemein, denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus böse Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Mord, Dieberei, Geiz, Schalkheit, List, Unzucht, Schalksauge, Gotteslästerung, Hoffart, Unvernunft. Alle diese bösen Stücke gehen von innen heraus und machen den Menschen gemein. Und er stand auf und ging von dannen in die Gegend von Tyrus und Sidon, und ging da in ein Haus und wollte es niemand wissen lassen, und konnte doch nicht verborgen sein. Denn ein Weib hatte von ihm gehört, deren Töchterlein einen unsauberen Geist hatte, und sie kam und fiel nieder zu seinen Füßen, und es war ein griechisches Weib aus Syrophönizien, und sie bat ihn, daß er den Teufel von ihrer Tochter austriebe. Jesus aber sprach zu ihr: Laß zuvor die Kinder satt werden, es ist nicht fein, daß man der Kinder Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie antwortete aber und sprach zu ihm: Ja, Herr, aber doch essen die Hündlein unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder. Und er sprach zu ihr: Um des Wortes willen so gehe hin, der Teufel ist von deiner Tochter ausgefahren. Und sie ging hin in ihr Haus und fand, daß der Teufel ausgefahren war und die Tochter auf dem Bette liegend. Und da er wieder ausging aus der Gegend von Tyrus und Sidon, kam er an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der zehn Städte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ihm die Finger in die Ohren und spützte und rührte seine Zunge und sah auf gen Himmel, seufzte und sprach zu ihm: Hephatha! das ist: Tu dich auf! Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge war los, und er redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten's niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten. Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht, die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend. Zu der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks, denn sie haben nun drei Tage bei mir beharrt und haben nichts zu essen, und wenn ich sie ungegessen von mir heim gehenließe, würden sie auf dem Wege verschmachten, denn etliche sind von ferne gekommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wüste, daß wir sie sättigen? Und er fragte sie: Wieviel Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf der Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankte und brach sie und gab sie seinen Jüngern, daß sie dieselben vorlegten, und sie legten dem Volk vor. Und sie hatten ein wenig Fischlein, und er dankte und hieß die auch vortragen. Und sie aßen und wurden satt, und hoben die übrigen Brocken auf, sieben Körbe. Und ihrer waren bei viertausend, die da gegessen hatten, und er ließ sie von sich. Und alsbald trat er in ein Schiff mit seinen Jüngern und kam in die Gegend von Dalmanutha. Und die Pharisäer gingen heraus und fingen an, sich mit ihm zu befragen, versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Und er seufzte in seinem Geist und sprach: Was sucht doch dies Geschlecht Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben. Und er ließ sie und trat wiederum in das Schiff und fuhr herüber. Und sie hatten vergessen, Brot mit sich zu nehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Schiff denn ein Brot. Und er gebot ihnen und sprach: Schauet zu und sehet euch vor, vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes. Und sie gedachten hin und her und sprachen untereinander: Das ist's, daß wir nicht Brot haben. Und Jesus merkte das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht Brot habt? Vernehmet ihr noch nichts und seid noch nicht verständig? Habt ihr noch ein erstarrtes Herz in euch? Ihr habt Augen, und sehet nicht, und habt Ohren, und höret nicht, und denket nicht daran, da ich fünf Brote brach unter fünftausend: wieviel Körbe voll Brocken hobt ihr da auf? Sie sprachen: Zwölf. Da ich aber sieben brach unter die viertausend, wieviel Körbe voll Brocken hobt ihr da auf? Sie sprachen: Sieben. Und er sprach zu ihnen: Wie vernehmet ihr denn nichts? Und er kam gen Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, daß er ihn anrührte. Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus vor den Flecken, spützte in seine Augen und legte seine Hände auf ihn und fragte ihn, ob er etwas sähe? Und er sah auf und sprach: Ich sehe Menschen gehen, als sähe ich Bäume. Darnach legte er abermals die Hände auf seine Augen und hieß ihn abermals sehen, und er ward wieder zurechtgebracht, daß er alles scharf sehen konnte. Und er schickte ihn heim und sprach: Gehe nicht hinein in den Flecken und sage es auch niemand drinnen. Und Jesus ging aus mit seinen Jüngern in die Märkte der Stadt Cäsarea Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, daß ich sei? Sie antworteten: Sie sagen du seiest Johannes der Täufer, etliche sagen, du seiest Elia, etliche, du seiest der Propheten einer. Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist Christus! Und er bedrohte sie, daß sie niemand von ihm sagen sollten. Und er hob an sie zu lehren: Des Menschen Sohn muß viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und über drei Tage auferstehen. Und er redete das Wort frei offenbar. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu wehren. Er aber wandte sich um und sah seine Jünger an und bedrohte Petrus und sprach: Gehe hinter mich, du Satan! denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist. Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben behalten will, der wird's verlieren, und wer sein Leben verliert um meinet- und des Evangeliums willen, der wird's behalten. Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele löse. Wer sich aber mein und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. Und er sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis daß sie das Reich Gottes mit seiner Kraft kommen sehen. Und nach sechs Tagen nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes zu sich und führte sie auf einen hohen Berg besonders allein und verklärte sich vor ihnen. Und seine Kleider wurden hell und sehr weiß wie der Schnee, daß sie kein Färber auf Erden so weiß machen kann. Und es erschien ihnen Elia mit Mose und hatten eine Rede mit Jesu. Und Petrus antwortete und sprach zu Jesu: Rabbi, hier ist gut sein. Lasset uns drei Hütten machen: dir eine, Mose eine und Elia eine. Er wußte aber nicht, was er redete, denn sie waren bestürzt. Und es kam eine Wolke, die überschattete sie. Und eine Stimme fiel aus der Wolke und sprach: Das ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören! Und bald darnach sahen sie um sich und sahen niemand mehr denn allein Jesus bei ihnen. Da sie aber vom Berge herabgingen, verbot ihnen Jesus, daß sie niemand sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis des Menschen Sohn auferstünde von den Toten. Und sie behielten das Wort bei sich und befragten sich untereinander: Was ist doch das Auferstehen von den Toten? Und sie fragten ihn und sprachen: Sagen doch die Schriftgelehrten, daß Elia zuvor kommen muß. Er jedoch antwortete und sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und alles wieder zurechtbringen, dazu soll des Menschen Sohn viel leiden und verachtet werden, wie denn geschrieben steht. Aber ich sage euch: Elia ist gekommen, und sie haben an ihm getan, was sie wollten, nach dem von ihm geschrieben steht. Und er kam zu seinen Jüngern und sah viel Volks um sie und Schriftgelehrte, die sich mit ihnen befragten. Und sogleich, da alles Volk ihn sah, entsetzten sie sich, liefen zu und grüßten ihn. Und er fragte die Schriftgelehrten: Was befragt ihr euch mit ihnen? Einer aus dem Volk antwortete und sprach: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist. Und wo er ihn erwischt, da reißt er ihn, und er schäumt und knirscht mit den Zähnen und verdorrt. Ich habe mit deinen Jüngern geredet, daß sie ihn austrieben, und sie können's nicht. Und er antwortete ihm und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? wie lange soll ich euch tragen? Bringet ihn her zu mir! Und sie brachten ihn her zu ihm. Und sogleich, da ihn der Geist sah, riß er ihn, und er fiel auf die Erde und wälzte sich und schäumte. Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist's, daß es ihm widerfahren ist? Er sprach: Von Kind auf. Und oft hat er ihn in Feuer und Wasser geworfen, daß er ihn umbrächte. Kannst du aber was, so erbarme dich unser und hilf uns! Und Jesus sprach zu ihm: Wenn du Glauben könntest! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Und sogleich schrie der Vater des Kindes mit Tränen und sprach: Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben! Da nun Jesus sah, daß das Volk zulief, bedrohte er den unsauberen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, daß du von ihm ausfahrest und fahrest hinfort nicht in ihn! Da schrie er und riß ihn sehr und fuhr aus. Und er ward, als wäre er tot, daß auch viele sagten: Er ist tot. Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf, und er stand auf. Und da er heimkam, fragten ihn seine Jünger besonders: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Und er sprach: Diese Art kann mit nichts ausfahren denn durch Beten und Fasten. Und sie gingen von da hinweg und wandelten durch Galiläa, und er wollte nicht, daß es jemand wissen sollte. Und er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn wird überantwortet werden in der Menschen Hände, und sie werden ihn töten, und wenn er getötet ist, so wird er am dritten Tage auferstehen. Sie aber verstanden das Wort nicht, und fürchteten sich, ihn zu fragen. Und er kam gen Kapernaum. Und als er daheim war, fragte er sie: Was handeltet ihr miteinander auf dem Wege? Sie aber schwiegen, denn sie hatten miteinander auf dem Wege gehandelt, welcher der Größte wäre. Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: So jemand der Erste sein will, der soll der Letzte sein vor allen und aller Knecht. Und er nahm ein Kindlein und stellte es mitten unter sie und herzte es und sprach zu ihnen: Wer ein solches Kindlein in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat. Johannes antwortete ihn und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb Teufel in deinem Namen aus, welcher uns nicht nachfolgt, und wir verboten's ihm, darum daß er uns nicht nachfolgt. Und Jesus sprach: Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn es ist niemand, der eine Tat tue in meinem Namen, und möge bald übel von mir reden. Wer nicht wider uns ist, der ist für uns. Wer euch aber tränkt mit einem Becher Wassers in meinem Namen, darum daß ihr Christo angehöret, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unvergolten bleiben. Und wer der Kleinen einen ärgert, die an mich glauben, dem wäre es besser, daß ihm ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde. So dich aber deine Hand ärgert, so haue sie ab! Es ist dir besser, daß du als ein Krüppel zum Leben eingehest, denn daß du zwei Hände habest und fahrest in die Hölle, in das ewige Feuer, da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlöscht. Ärgert dich dein Fuß, so haue ihn ab. Es ist dir besser, daß du lahm zum Leben eingehest, denn daß du zwei Füße habest und werdest in die Hölle geworfen, in das ewige Feuer, da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlöscht. Ärgert dich dein Auge, so wirf's von dir! Es ist dir besser, daß du einäugig in das Reich Gottes gehest, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das höllische Feuer geworfen, da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlöscht. Es muß ein jeglicher mit Feuer gesalzen werden, und alles Opfer wird mit Salz gesalzen. Das Salz ist gut, so aber das Salz dumm wird, womit wird man's würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander. Und er machte sich auf und kam von dannen an die Örter des jüdischen Landes jenseit des Jordans. Und das Volk ging abermals in Haufen zu ihm, und wie seine Gewohnheit war, lehrte er sie abermals. Und die Pharisäer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden möge von seinem Weibe, und versuchten ihn damit. Er antwortete und sprach: Was hat euch Mose geboten? Sie sprachen, Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Herzens Härtigkeit willen hat er euch solches Gebot geschrieben, aber von Anfang der Kreatur hat Gott sie geschaffen einen Mann und ein Weib. Darum wird der Mensch Vater und Mutter verlassen und wird seinem Weibe anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was Gott denn zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Und daheim fragten ihn abermals seine Jünger darum. Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seinem Weibe und freit eine andere, der bricht die Ehe an ihr, und so sich ein Weib scheidet von ihrem Manne und freit einen anderen, die bricht ihre Ehe. Und sie brachten Kindlein zu ihm, daß er sie anrührte. Die Jünger aber fuhren die an, die sie trugen. Und da es Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie. Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer herzu, kniete, vor ihn und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Und Jesus sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Du weißt ja die Gebote wohl: "Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch Zeugnis reden, du sollst niemand täuschen, ehre Vater und Mutter." Er antwortete und sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich. Er aber ward unmutig über die Rede und ging traurig davon, denn er hatte viele Güter.

 

Luther 1912, Markus Evangelium, Seite 5-8, Revision 2024, bibeltexte.webador.de